Landesamt verschenkt Samen für Saat-Wucherblume
Flintbek (epd).

In Schleswig-Holstein sollen mehr Saat-Wucherblumen blühen. Das Landesamt für Umwelt (LfU) und die Stiftung Naturschutz SH spendieren deshalb 7.000 kostenlose „Saatgrußkarten“ mit Samentütchen für dieses großblütige Ackerwildkraut. Die Hälfte der Saattütchen ist bereits vergriffen, wie das LfU am Donnerstag mitteilte. Die Mitmachaktion, die zum 20. Mal stattfindet, setzt sich für den Erhalt von bedrohten Wildblumenarten ein. Bestellung online: www.schleswig-holstein.de/saatgrusskarten oder telefonisch unter 04347/704-888. Die Aktion ist auf Schleswig-Holstein begrenzt.

Die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum) sei ein leuchtend gelber Hingucker sowie ein Paradies für Wildbienen und andere Insekten, hieß es. Sie gelte in Schleswig-Holstein als stark gefährdet. Dabei sei die spät blühende Wildpflanze wertvoll für Insekten und Vögel.

Saat-Wucherblume ist pflegeleicht

Im Garten sei die Saat-Wucherblume anspruchslos und unkompliziert. Sie brauche einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden. Das Saatgut werde im Frühjahr einfach auf die Erde gestreut und angedrückt. Die 40 bis 60 Zentimeter hohe Pflanze friere im Winter ab und säe sich selbst wieder aus.

In Schleswig-Holstein steht laut Landesamt fast jede zweite Blütenpflanze auf der Roten Liste, und von jeder vierten Pflanzenart sind weniger als 30 Fundorte bekannt. Steigender Nutzungsdruck und fortschreitende Zerschneidung der Lebensräume führten zum Schwund der Bestände. Im Rahmen des Artenschutzes müsse gegengesteuert werden. Die Ansiedlung von Wildpflanzenarten in heimischen Gärten könne hier ein Beitrag sein, hieß es.