Im Jahr 2040 will die evangelische Nordkirche treibhausgasneutral sein. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt bei der Vorstellung des Klimaschutzberichts für die Jahre 2023 und 2024. Demnach sind im Jahr 2024 rund 45.690 Tonnen CO2 im Gebäudebereich ausgestoßen worden. Das sei ein Minus von 30 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2021, der als Referenzzeitraum definiert ist.
Besonders im Bereich Wärme sei weniger Energie verbraucht worden (minus 28 Prozent). „Wir haben effizienter und sparsamer geheizt.“ Auch der Stromverbrauch sei um elf Prozent zurückgegangen, berichtet die Landesbischöfin. Wehmutstropfen sei, dass weiterhin 96 Prozent der Wärme aus fossilen Energien stammen.
Mobilitätsmanagement fehlt
Für den Bereich Mobilität gebe es eine erste Teilbilanz. „Etwa die Hälfte der Kilometer sind elektrisch zurückgelegt worden.“ Da es aber noch kein systematisches Mobilitätsmanagement gebe, sei die Wirkung der Maßnahmen bisher schwer messbar.
Zum Abschluss betonte Kühnbaum-Schmidt, dass ohne eine schnellere Umstellung auf erneuerbare Energien das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2040 nicht erreichbar sei. Außerdem brauche es mehr Analysen und eine detaillierte Erfassung aller Klimaschutzmaßnahmen. „Nur wenn wir wissen, wo die Emissionen entstehen, können wir wirksame Maßnahmen entwickeln“, sagte die Landesbischöfin.
Nicht zurücklehnen
Auch Hannah Ladouceur aus dem Klimaschutzausschuss mahnte trotz grundsätzlich positiver Entwicklung: „Wir sollten uns dennoch nicht zurücklehnen.“ Der Ausschuss fordert künftig regelmäßige Berichte aus den Kirchenkreisen, die Auskunft über die CO2-Einsparungen geben. Ladouceur gibt zudem zu bedenken, dass alle eingesparten Ausgaben für fossile Energien der kirchlichen Arbeit zugutekommen.
Das Umwelt- und Klimaschutzbüro im Ökumenewerk der Nordkirche veröffentlicht jährlich einen Klimaschutzbericht. Dafür werden alle verfügbaren Daten aus den Kirchenkreisen ausgewertet.