Gottesanbeterinnen in MV gesucht
Rostock, Güstrow (epd).

Die in Südeuropa häufig vorkommende Europäische Gottesanbeterin verbreitet sich in Mecklenburg-Vorpommern. Wahrscheinlich begünstigt durch den Klimawandel, habe sich das Insekt seit den 1990er Jahren immer weiter nach Norden ausgebreitet, teilte die Universität Rostock am Montag mit.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde die erste Gottesanbeterin den Angaben nach im Jahr 2011 gesichtet. Um ihre Verbreitung besser abschätzen zu können, hat das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow ein Meldeportal unter https://s.epd.de/3ivq eingerichtet. Denn die Gottesanbeterin gehört zu den besonders geschützten Arten. Menschen, die sie sichten, werden darum gebeten, ein Foto zu machen und dieses im Meldeportal hochzuladen, das Insekt aber nicht einzufangen.

Die Gottesanbeterin

Die Europäische Gottesanbeterin bevorzugt sonnige, trocken-warme Grasfluren mit Sträuchern und Stauden. Sie ernährt sich von anderen Insekten und Spinnen, wird bis zu 7,5 Zentimeter lang und ist leicht an ihrem dreieckigen Kopf und den Fangbeinen zu erkennen. Diese Fangbeine halten die Gottesanbeterinnen in ruhiger Haltung gebetsartig nach oben. In den zurückliegenden drei Jahren ist die Zahl der Nachweise in MV auf 50 gestiegen.