Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat ehemalige Munitionsbunker im Naturschutzgebiet Binnendünen Nordoe in ein Überwinterungsquartier für Fledermäuse verwandelt. Die Bunker seien an die Bedürfnisse unterschiedlicher Fledermausarten angepasst, teilte die Stiftung mit.
Zehn Bunker würden feuchte und frostfreie Rückzugsorte für Langohren-, Bart- und Mausohrenfledermäuse bieten, zwei andere seien trocken, kühler und damit genau richtig für Zwerg- und Mückenfledermäuse. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der stark gefährdeten, heimischen Fledermausarten“, sagte Projektleiter Michael Ott.
Hohe Luftfeuchtigkeit und gleichbleibende Temperaturen
Seit Ende Juli sind die ehemaligen Bunker für die neuen Überwinterungsgäste vorbereitet worden. Die Naturschützerinnen und Naturschützer schufen unter anderem fledermausgerechte Einflugsöffnungen und mauerten andere Öffnungen der Bunker zu, um diese gegen unbefugten Zutritt zu sichern. Außerdem wurden die Luftfeuchtigkeit angepasst und kleine Verstecke geschaffen, in denen die Fledermäuse im Winter ungestört schlafen können.
Zwischen November und März sind Fledermäuse auf störungsarme Orte mit gleichbleibenden Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit für ihren Winterschlaf angewiesen. Geeignete natürliche Orte wie Höhlen oder Stollen sind in Schleswig-Holstein selten. Deshalb spielen menschengemachte Rückzugsorte wie Keller oder Bunker eine große Bedeutung für ihren Schutz.