Hamburg: Sozialverband fordert mehr Unterstützung für Kinder
Hamburg (epd).

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert mehr Untersützung und Förderung für Kinder in Hamburg. Zum Weltkindertag am Sonntag warnte der Hamburger SoVD-Landesverband vor Einsparungen bei sozialen Angeboten. „Alle Kinder brauchen die gleichen Startvoraussetzungen“, erklärte SoVD-Landesvorständin Sally Peters am Freitag laut Mitteilung.

Gerade in Hamburg klafft laut SoVD-Landesverband die soziale Schere bei den jüngsten Einwohnerinnen und Einwohnern stark auseinander: „Jedes vierte Kind wächst in Elternhäusern auf, die von finanzieller Not geprägt sind“, sagte Peters. Bildung und Förderung seien in den betroffenen Familien nicht ausreichend möglich. Daraus ergebe sich eine stetig wachsende Benachteiligung von Kindheit an.

„Ohne Unterstützung und Förderung haben nur wenige eine Perspektive darauf, aus eigener Kraft einen gehobenen Schulabschluss zu machen und danach beispielsweise zu studieren“, erklärte Peters. „Damit ihre Chancen genauso fair sind, müssen die betroffenen Kinder gut gefördert und gestützt werden.“

Peters: Frühzeitige Förderung kann Erfolge ermöglichen

Als Beispiel für erfolgreiche Förderung nannte Peters die frühkindliche Sprachförderung in Hamburg. Die Stadt habe als erstes Bundesland systematisch Sprachstände erhoben und fördere aktiv die Sprachentwicklung. Dies müsse weiter ausgebaut werden.

Kritisch sieht der SoVD Hamburg geplante Einsparungen etwa bei der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Schulbegleitung und der sozialen Infrastruktur. Frühzeitige Förderung könne später größere Erfolge ermöglichen, erklärte Peters.

Der SoVD Hamburg verwies auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach lag in Hamburg der Anteil der unter 14-Jährigen bei 13,2 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag er bei 12,9 Prozent.