Über 9.000 wohnungslose Minderjährige in Schleswig-Holstein
Kiel (epd).

Rund 30 Prozent der untergebrachten wohnungslosen Menschen in Schleswig-Holstein sind minderjährig. Das entspreche über 9.000 Kindern und Jugendlichen, teilte der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein am Dienstag mit. Die Zahlen gehen auf einen Bericht der Landesregierung zur Situation wohnungsloser Menschen im Bundesland zurück.

„Kinder brauchen Stabilität, einen sicheren Ort und Verlässlichkeit. Das sind Grundvoraussetzungen für gesundes Aufwachsen“, sagte Sophia Schiebe, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes. Deshalb fordere der Schutzbund die Landesregierung dazu auf, Minderjährige bei der Bekämpfung von Wohnungslosigkeit stärker in den Blick zu nehmen. Dazu gehöre etwa eine stärkere öffentliche Debatte über den Zusammenhang von Armut und Wohnungsnot und mehr sozialer Wohnungsbau, hieß es.