Die Stadt Hamburg startet am 1. November ihr Winternotprogramm für obdachlose Menschen. Zusammen mit den ganzjährigen Notübernachtungsstätten stünden im Winter rund 1.100 Übernachtungsplätze zur Verfügung, teilte die Sozialbehörde am Donnerstag mit. Das Winternotprogramm schütze Obdachlose vor Kälte und biete neben sicheren Übernachtungsplätzen auch Verpflegung, medizinische Grundversorgung und Sozialberatung.
Das Programm ergänze die ganzjährigen Notübernachtungsstätten „Pik As“ mit bis zu 330 Plätzen in der Neustädter Straße und „FrauenZimmer“ mit bis zu 60 Plätzen in der Hinrichsenstraße um 400 Plätze in der Friesenstraße 22 und 300 Plätze in der Châu-und-Lân-Straße 6. Die beiden Standorte öffneten täglich von 17 bis 9.30 Uhr. Tagsüber stünden obdachlosen Menschen von 9.30 bis 16.30 Uhr die Tagesaufenthaltsstätten offen. Zusätzlich stünden bei mehreren Kirchengemeinden und Hochschulen rund 90 Plätze in Containern bereit.
Sozialberatung nach drei Übernachtungen verbindlich
Die Nutzung des Winternotprogramms ist laut Sozialbehörde kostenlos. Obdachlose Menschen hätten sich zum Standort Friesenstraße 22 zu begeben. Vor Ort werde geprüft, an welchem Standort eine Unterbringung möglich ist. Die Vergabe für die Containerplätze erfolge für Paare am 27. Oktober und für Männer am 28. Oktober jeweils ab 10 Uhr in der Tagesaufenthaltsstätte der Diakonie in der Bundesstraße 101. Am 28. Oktober erfolge die Vergabe für Frauen im Tagestreff „Kemenate“ in der Charlottenstraße 30.
Die Teilnahme an der Sozialberatung wird laut Sozialbehörde jetzt bereits nach spätestens drei Übernachtungen verbindlich. Ziel sei es, Sozialleistungsansprüche frühzeitig zu klären und möglichst vielen Obdachlosen den Wechsel in die Regelversorgung zu ermöglichen. Menschen ohne Sozialleistungsanspruch in Hamburg erhielten Beratung zu anderen Hilfsmöglichkeiten sowie Unterstützung bei einer freiwilligen Rückkehr ins Herkunftsland.