Die Hamburger Bildungsbehörde hat für 54 der 329 allgemeinen staatlichen Schulen den Sozialindex an die aktuelle Lage angepasst. Betroffen seien 41 Grund-, sieben Stadtteilschulen und sechs Gymnasien, teilte die Behörde am Montag mit. Die Anpassung führe bei den betroffenen Schulen zu einem veränderten Personalbedarf. Ziel der Regelungen sei es, soziale Ungleichheiten in der Bildung auszugleichen. Die Anpassung werde in den kommenden fünf Jahren schrittweise umgesetzt. Die Neuberechnung des Sozialindex erfolgte durch das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung.
Der Sozialindex bildet laut Behörde die sozialen Rahmenbedingungen der Schülerschaft jeder Schule auf einer sechsstufigen Skala von 1 (besonders herausfordernde Rahmenbedingungen) bis 6 (sehr günstige Rahmenbedingungen) ab. Konkret steigt der Index bei 19 Grund-, vier Stadteilschulen und zwei Gymnasien, während er bei 22 Grund-, drei Stadtteilschulen und vier Gymnasien fällt.
Erhöhungen zum 1. August
Je nach Einstufung werden einer Schule unterschiedlich viele pädagogische Stellen zugewiesen. Hamburger Schulen mit einer sozial benachteiligten Schülerschaft bekämen bis zu 50 Prozent mehr Lehrkräfte, informierte die Behörde. Während die personellen Erhöhungen zum 1. August umgesetzt würden, erfolgten die Absenkungen schrittweise, um den Schulen einen schonenden Übergang zu ermöglichen.