Die Hamburger Linksfraktion fordert eine Überarbeitung des Antragsverfahrens für eine Aufenthaltserlaubnis von ausländischen Fachkräften. Zurzeit müssten Fachkräfte lange Wartezeiten für Termine und Ausstellung der Aufenthaltserlaubnis in Kauf nehmen, teilte die Linksfraktion mit. Das ergebe sich aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der Linksfraktion.
„Menschen, die in Hamburg arbeiten möchten, warten im Schnitt drei Monate auf einen Termin, um ihren Antrag bearbeiten zu lassen. In einzelnen Fällen wissen wir auch von Wartezeiten von einem Jahr“, sagte Olga Fritzsche, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Während die Nachfrage in den vergangenen Jahren gestiegen sei, seien nicht ausreichend neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt worden. „Der Senat scheint völlig den Überblick verloren zu haben: Er kann nicht angeben, wie viele Anträge gestellt wurden und wie viele unbearbeitet herumlagen“, erklärte Fritzsche. Die Linksfraktion fordert eine Überarbeitung des Antragsprozesses und die Einstellung von genügend Mitarbeitenden.