An das Leben und den frühen Tod der Preußen-Königin Luise auf Schloss Hohenzieritz bei Neustrelitz erinnert in diesem Jahr die Gedenkstätte auf Schloss Hohenzieritz. Den Auftakt des Luisenjahres bilde am Sonnabend um 15 Uhr der Vortrag „Königin Luise von Preußen. Leben und Mythos“, wie die Staatlichen Schlösser Mecklenburg-Vorpommern am Montag mitteilten. Gastreferent Rudolf Scharmann aus Berlin zeichne darin „ein facettenreiches Bild der Königin zwischen historischer Persönlichkeit und späterer Erinnerungskultur“.
Einen literarischen Blick auf das Leben am preußischen Hof eröffnet der Autor Frank Pergande am 17. Mai mit einer Lesung im Ägyptischen Saal von Schloss Hohenzieritz. Unter dem Titel „Die Hofdame der Königin Luise“ erzähle er von Menschen aus dem Umfeld der Königin und von Geschichten aus dem höfischen Alltag.
Wein-Sonderedition „Königin Luise“
Am 19. Juli, dem Todestag der Königin, stehe der Vortrag „Wirklichkeit und Vorstellung - Königin Luise im Porträt“ im Mittelpunkt des Programms. Schlossleiterin Susanne Bocher und Kunsthistoriker Jörg Meiner widmeten sich zahlreichen Bildnissen der Monarchin und der Frage, wie diese Darstellungen bis heute das Bild der Königin prägen, hieß es.
Ergänzt werde die Veranstaltung durch eine Weinverkostung mit dem Weingut Schloss Rattey. Anlässlich des Jubiläums werde dabei eine Sonderedition des Schloss-Rattey-Weines „Königin Luise“ präsentiert, die aus dem einzigen Weinanbaugebiet Mecklenburg-Vorpommerns stamme. Am 1. September klingt das Luisenjahr mit dem traditionellen Militärkonzert im Park von Schloss Hohenzieritz aus.
Nähe zu den Menschen
Luise wurde am 10. März 1776 in Hannover geboren. Ihr Vater, Prinz Carl von Mecklenburg Strelitz, war dort Generalgouverneur. Durch ihre Heirat mit Friedrich Wilhelm III. wurde sie 1797 Königin von Preußen. Schon zu Lebzeiten wurde sie wegen ihrer Ausstrahlung, ihrer Nähe zu den Menschen und ihrer Haltung in schwierigen Zeiten bewundert.
Ihr früher Tod im Alter von 34 Jahren am 19. Juli 1810 auf Schloss Hohenzieritz, während eines Besuchs bei ihrem Vater, trug den Angaben zufolge dazu bei, dass sich um ihre Person ein Mythos entwickelte, der bis heute nachwirkt. Die Luisen-Gedenkstätte in Schloss Hohenzieritz erinnert seit vielen Jahren an Leben und Vermächtnis der Königin.