Lübeck zeigt Alfreds Mahlaus Festzug zur Reichsfreiheit
Lübeck (epd).

Das Lübecker Museum Behnhaus Drägerhaus zeigt ab Freitag Aquarelle des Malers Alfred Mahlau (1894-1967), die er für die 700-Jahrfeier der Reichsfreiheit Lübecks vor 100 Jahren fertigte. Es handelt sich um 36 farbige Aquarelle, die seit dem Jubiläum in 1926 nicht mehr öffentlich präsentiert wurden, wie die Lübecker Museen am Freitag mitteilten. Die Werke zeigen die wechselvolle Stadtgeschichte Lübecks von der Übergabe des „Reichsfreiheitsbriefs“ im Jahr 1226 durch Kaiser Friedrich II. bis hin zur Industrialisierung und der Eröffnung des Elbe-Trave-Kanals. Die Schau „Alfred Mahlau. Festzug 1926“ ist bis zum 22. November zu sehen.

Die Aquarelle wurden 1926 auf einer 16 Meter langen Rolle bei einem Festzug zum Jubiläum durch Lübeck getragen. Die Zeichnungen zeigten die Fähigkeit Mahlaus, mit wenigen, schnell gesetzten Strichen und sparsamen Farbtupfern Figuren und Bewegungen ins Bild zu setzen, hieß es.

Mahlau arbeitete für Niederegger

Mahlau wurde am 21. Juni 1894 in Berlin geboren und galt 1926 als aufstrebender Grafiker und Künstler. Er gestaltete etwa die Verpackung für das Marzipan von Niederegger und arbeitete für die Schwartauer Werke. In Lübeck hatte er sich bereits als Bühnen- und Kostümbildner einen Namen gemacht. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gestaltete er unter anderem die Totentanz-Fenster für die Lübecker Marienkirche. In den letzten Jahren vor seinem Tod 1967 in Hamburg widmete er sich der Kunst am Bau.

Die Schau im Behnhaus Drägerhaus ist Teil des diesjährigen Lübecker „HanseKulturFestivals“ und der Veranstaltungen, die 2026 an die Verleihung der Reichsfreiheit an die Hansestadt Lübeck vor nunmehr 800 Jahren erinnern. Der Reichsfreiheitsbrief galt als wesentliche Voraussetzung für Lübecks weiteren Aufstieg zum Haupt der Hanse.