Kieler Kulturpreis 2026 an Lyriker Oswald Egger verliehen
Kiel (epd).

Der Schriftsteller und Kunsthochschuldozent Oswald Egger hat den mit 10.000 Euro dotierten Kieler Kulturpreis 2026 erhalten. Zudem wurde die Bildende Künstlerin Marie Gerbaulet mit dem mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis für Kultur ausgezeichnet, teilte die Stadt Kiel mit. Die Preise wurden traditionell am Abschlusssonntag der Kieler Woche verliehen.

Der Kieler Kulturpreis wird seit 1952 verliehen. Erster Preisträger war der Maler Emil Nolde. Seit 2014 gibt es auch den Förderpreis Kultur. Der Kulturpreis wird von der Landeshauptstadt Kiel alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Wissenschaftspreis und Innovationspreis verliehen.

Der Preisträger und die Preisträgerin

Der 1963 in Südtirol geborene Egger wirke „seit vielen Jahren als Vermittler, Anstifter und Förderer eines freien und künstlerischen Umgangs mit Sprache, ihren Elementen und Ideen. Damit beeinflusst er insbesondere den künstlerischen Nachwuchs in Kiel positiv“, stehe in der Urkunde der Landeshauptstadt Kiel für den Kulturpreisträger 2018, hieß es. Eggers erste eigenständige lyrische Publikation „Die Erde der Rede“ erschien 1993. Seit 2011 ist er als Dozent für Sprache und Gestalt an der Muthesius-Hochschule Kiel tätig. Er gelte aktuell als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Lyriker im deutschsprachigen Raum.

Marie Gerbaulet wurde 1994 in Kiel geboren. Zur siebten Preisträgerin des Förderpreises Kultur heiße es in der Urkunde: „Maria Gerbaulet bereichert durch ihre Arbeiten und künstlerische Perspektive die zeitgenössische Kunstlandschaft in Kiel und überregional. Sie wird als junge Künstlerin mit großem Zukunftspotenzial geehrt.“ Gerbaulet ist die erste Absolventin der Muthesius-Kunsthochschule, die mit dem renommierten Bundespreis für Kunststudierende ausgezeichnet worden ist.