Hamburger Kunsthalle zeigt Werke von Carrie Yamaoka
Hamburg (epd).

Die Hamburger Kunsthalle zeigt erstmalig in Deutschland eine Einzelausstellung der Künstlerin Carrie Yamaoka. Die vom 21. August bis zum 10. Januar 2027 im Lichthof der Galerie der Gegenwart zu sehende Schau findet anlässlich der Auszeichnung der multidisziplinär arbeitenden Künstlerin mit dem Maria Lassnig Preis 2025 statt, wie die Kunsthalle am Montag mitteilte. Die 1957 geborene Yamaoka lebt in New York.

In ihrer Arbeit interessiere sich Yamaoka für veränderliche Materialien und Oberflächen, oft kombiniere sie etwa Fotografie mit Texttafeln und spiegelnden Bildträgern, informierte die Kunsthalle. Zudem spielten chemische Prozesse und flüchtige Transformationen eine wichtige Rolle in ihrem Werk und hinterfragten die Möglichkeiten von Aufzeichnung und Dokumentation. Mitunter verändere die Künstlerin ihre früheren Arbeiten nach einigen Jahren erneut.

Mitglied des queeren Kunstkollektivs „fierce pussy“

Carrie Yamaoka wurde im US-Bundesstaat New York geboren und wuchs zum Teil in Japan auf. Sie ist Mitglied des queeren Kunstkollektivs „fierce pussy“, das sie Anfang der 1990er Jahre mitbegründete.

Maria Lassnig (1919-2014) war eine österreichische Künstlerin. Die nach ihr benannte Stiftung vergibt seit 2017 den Maria Lassnig Preis. Die Vergabe des mit 50.000 Euro dotierten Preises erfolgt alle zwei Jahre gemeinsam mit verschiedenen Ausstellungshäusern.