Das Thalia Theater in Hamburg veranstaltet am Tag der Deutschen Einheit ein Demokratisches Oktoberfest. Das Fest am 3. Oktober mit Literatur, Diskurs, Essen, Trinken und Musik verstehe sich als Zeichen, um Demokratie als Errungenschaft einer pluralen Gesellschaft zu feiern, teilte das Thalia Theater mit. Thematisch drehe sich das Fest um den Begriff „Heimat“ und seine verschiedenen Bedeutungen.
Bei einer Podiumsdiskussion über Heimat kommen laut dem Theater ab 17.30 Uhr Autorinnen und Autoren ins Gespräch, deren Werke sich mit dem Neben- und Miteinander vieler Heimaten befassen. Der politisch aufgeladene Heimatbegriff werde dabei aus der Perspektive der Kunst- und Literaturschaffenden beleuchtet. Es diskutieren Adriana Altaras, Caren Jeß, Ilija Trojanow und Mithu Sanyal. Die Autorin und Literaturkritikerin Laura de Weck moderiert die Diskussion.
Zeichen gegen Ausgrenzung
Abgerundet werde das Programm mit dem „Ruf des Heimat(en)chors“: Rund 100 junge Stimmen würden auf der großen Bühne eine Performance der Verbundenheit präsentieren und ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen, hieß es.
Um 20 Uhr verwandle sich die große Bühne in ein Wunschkonzert: Bei „Sing’s mir“ bringe das Ensemble des Thalia Theaters Songwünsche des Publikums mit Spaß und Tiefsinn auf die Bühne. Das Publikum könne bis zum 18. September Songwünsche per E-Mail an singsmir@thalia-theater.de einreichen, verbunden mit einer Information, was die Person mit dem Lied verbindet und was der Song für sie mit Heimat zu tun hat.
Das Demokratische Oktoberfest bilde zugleich den Auftakt für eine längerfristige künstlerische Auseinandersetzung des Thalia Theaters mit dem Themenkomplex Heimat.