Die evangelische Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat dazu ermuntert, über persönliche Möglichkeiten für einen achtsameren, klimagerechten Lebensstil nachzudenken und konkrete Schritte zu solch einem Lebensstil zu gehen. Die kommenden sieben Wochen der christlichen Fastenzeit könnten zum sogenannten Klimafasten genutzt werden, sagte Kühnbaum-Schmidt laut einer Nordkirchen-Mitteilung. Die bundesweite ökumenische Aktion „Klimafasten 2026“ beginnt am Mittwoch. Sie verbinde Klimaschutz, Gerechtigkeit und spirituelle Praxis in der Fastenzeit, hieß es.
„Klimafasten lädt uns ein, neu darüber nachzudenken, was wir wirklich brauchen - und was nicht“, sagte die Landesbischöfin, die auch Beauftragte für Schöpfungsverantwortung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland ist und die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hat. „Als Menschen leben wir mitten in Gottes Schöpfung und tragen eine besondere Verantwortung für sie. Wenn wir erleben, wie sich das Klima rasant verändert, dann ist das kein fernes Zukunftsthema, sondern betrifft unser Leben hier und heute.“
2026 lautet das Leitmotiv „Genug ist genug!“
Das Klimafasten 2026 stehe unter dem Leitmotiv „Genug ist genug!“ und greife damit eine biblische Perspektive auf, die über bloßen Verzicht hinausweise, hieß es. „Jesus spricht vom Leben in Fülle“, sagte Kristina Kühnbaum-Schmidt. „Diese Fülle meint nicht grenzenlosen Verbrauch, sondern ein gutes Leben für alle - heute und für kommende Generationen.“ Klimaschutz sei deshalb kein Verlust, „sondern ein Gewinn an Gerechtigkeit, Lebensqualität und Zukunft“.
Die sieben Fastenwochen würden mit jeweils eigenen Schwerpunkten dazu einladen, persönliche Lebensgewohnheiten zu reflektieren und neue Wege einzuüben - von Fragen nach Gemeinschaft über Gesundheit, Zeit und Achtsamkeit bis hin zu Segen und Verantwortung.
Aktion von 24 evangelischen und katholischen Partnern
Das Klimafasten ist eine ökumenische Initiative von 24 evangelischen und katholischen Partnerinnen und Partnern, dazu gehören Landeskirchen, Bistümer, Freikirchen sowie die Hilfswerke „Brot für die Welt“ und „Misereor“. Gemeinden, Gruppen und Einzelpersonen können sich mit eigenen Projekten beteiligen oder bestehende Ideen aufgreifen. Begleitend zur Aktion werden auf www.klimafasten.de ein Fastenheft, wöchentliche Impulse sowie Videos angeboten.