Die Kirchengemeinde Oeversee-Jarplund will ihr Kirchengebäude mit angebautem Gemeindehaus in Jarplund verkaufen. Darüber hat die Erste Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Pastorin Ulrike Joos, am Sonntag in der Gemeindeversammlung in der Jarplunder Dietrich-Bonhoeffer-Kirche informiert, wie der evangelische Kirchenkreis Schleswig-Flensburg am Montag mitteilte. „Unsere Einnahmen sinken und gleichzeitig wird der Unterhalt für unsere beiden Gemeindehäuser immer teurer“, sagte Pastorin Joos.
Bis zum 1. Januar 2027 fänden alle Veranstaltungen wie geplant in der Kirche und dem Gemeindehaus von Jarplund statt. Ab dann sollen sich alle kirchlichen Gruppen im fünf Kilometer entfernten Gemeindehaus in Oeversee treffen. In der Oeverseer St. Georg-Kirche könnten Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Beerdigungen gefeiert werden. „Wir haben als Kirchengemeinde ja weiterhin ein Gemeindehaus und eine Kirche, das ist der gute Teil der Nachricht“, sagte Joos. Aktuell leben 640 Gemeindemitglieder in Jarplund, vor 15 Jahren seien es noch über ein Viertel mehr gewesen.
Sanierung nötig
Allein der Unterhalt des Jarplunder Gebäudes schlage mit 20.000 Euro pro Jahr zu Buche. In den nächsten Jahren müssten zudem Heizung, Fenster, Sanitäranlagen, Küche und Dämmung erneuert werden. Das Kirchgebäude mit Gemeindehaus wurde in den 1960er Jahren gebaut.
Ziel des Kirchengemeinderates für die Zukunft sei es, das Haus in Jarplund für die Einwohnerinnen und Einwohner zu erhalten. Deshalb habe die Kirchengemeinde es in einem ersten Schritt der politischen Gemeinde zum Kauf angeboten. Die Antwort stehe derzeit noch aus, hieß es. Sollte sich die Kommunalgemeinde gegen eine Übernahme entscheiden, werde das Gebäude auf dem freien Markt veräußert.