Für 21 der 576 Friedhöfe im evangelischen Kirchenkreis Mecklenburg gibt es derzeit Schließungsbeschlüsse. Dabei handele es sich zumeist um wenig belegte und kaum noch genutzte Orte, teilte der Kirchenkreis am Dienstag mit. Bestehende Grabstätten könnten jedoch bis zum Ablauf der Ruhezeiten weiterhin genutzt werden. Allerdings könnten Partnerbeisetzungen auf einer geschlossenen Friedhofsfläche nur dann erfolgen, wenn es ein Nutzungsrecht mit einer freien Grabstelle gibt.
Zudem seien auf 159 Friedhöfen Teilflächen geschlossen worden, auf denen keine Bestattungen mehr erfolgen, hieß es. Ein Grund dafür sei, den Pflegeaufwand zu reduzieren. Im Kirchenkreis Mecklenburg finden jährlich durchschnittlich rund 1.600 evangelische Trauerfeiern statt, oft auf kirchlichen Friedhöfen.
Neue Ideen für Nachhaltigkeit
Auf der Jahrestagung der rund 100 Friedhofsmitarbeitenden im Kirchenkreis wurden vor kurzem den Angaben zufolge in Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) nachhaltige Projekte vorgestellt, die sich für Friedhöfe eignen. Dazu gehören Insektenhotels, Unterschlupfmöglichkeiten für Igel sowie Vogelnistkästen und die Winterfütterung von Vögeln. Auch Blühwiesen spielten eine wichtige Rolle. Freiflächen könnten mit pflegeleichten Hecken, Bäumen und Stauden naturnah gestaltet werden sowie mit Holzbänken aus umgefallenen Bäumen.