Landschaftsstudien von Paula Modersohn-Becker länger zu sehen
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Ausstellung zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker verlängert
Fischerhude, Kr. Verden (epd).

Das Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude bei Bremen hat seine Ausstellung mit frühen und bislang selten präsentierten Landschaftsstudien der Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) verlängert. Die Arbeiten sind dort jetzt bis zum 28. Juni zu sehen. „Die Besucher und Besucherinnen sind sehr angetan“, sagte Museumsdirektorin Antje Modersohn dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Schau steht im Zusammenhang mit den Veranstaltungen zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker in diesem Jahr.

„Man kann von einer Dialogausstellung sprechen“, erläuterte Antje Modersohn, die das Haus zusammen mit ihrem Ehemann Rainer Noeres leitet. „In den vorderen Museumsräumen zeigen wir Otto Modersohn von den frühen westfälischen Landschaften bis zu den Hauptwerken der Worpsweder Zeit. Die Otto-Modersohn-Präsentation endet im Jahr 1907 - dann beginnt die Paula Modersohn-Becker-Austellung mit 32 Landschaftsstudien.“ Sie habe die Dinge, ob Landschaft oder Figur, in einfachen großen Formen erfasst und gewissermaßen alles als beseeltes Stillleben gemalt.

Viele Bilder noch nie gezeigt

„Noch nie wurden in einer Einzelausstellung so viele Landschaften von Paula Modersohn-Becker gezeigt, davon die meisten noch nie ausgestellt“, führte Antje Modersohn aus. Paula Modersohn-Becker gilt als Pionierin des Expressionismus. Zu Lebzeiten noch verkannt, sind ihre Arbeiten mittlerweile weltweit anerkannt. Weitere große Ausstellungen zum 150. Geburtstag der Malerin gibt es in Bremen, Worpswede und Dresden. Im Spätsommer soll ein Dokudrama über die Künstlerin in die Kinos kommen.

Am 8. Februar 1876 wurde Paula Modersohn-Becker in Dresden geboren, am 20. November 1907 starb sie im Alter von nur 31 Jahren in Worpswede bei Bremen wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde an einer Embolie. Zwei letzte Worte von ihr sind überliefert: „Wie schade.“