Innenministerin Daniela Behrens (SPD) hat die Bedeutung der neuen Zentralstelle für beschleunigte Fachkräfteverfahren in Osnabrück unterstrichen. Niedersachsen sei darauf angewiesen, Fachkräfte aus dem Ausland schneller als bisher einstellen zu können, sagte sie bei einem Besuch der Zentralstelle am Dienstag in Osnabrück. Die Behörde hat im Juli 2025 ihre Arbeit aufgenommen, vorher waren 52 kommunale Ausländerbehörden für die Verfahren zuständig.
Aktuell arbeiten in der Zentralstelle dem Ministerium zufolge 23 Mitarbeiter. 920 Anträge seien bisher für das beschleunigte Einreise- und Einstellungsverfahren eingegangen, davon seien 424 Verfahren abgeschlossen und in 201 Fällen erfolgreiche Vorabzustimmungen erteilt worden. Viele Fachkräfte stammten aus der Türkei, Marokko, Kamerun und Tunesien. Besonders stark nachgefragt seien Tätigkeiten in der Pflege, Medizin, im Transport und der Logistik sowie der Land- und Forstwirtschaft.
Verfahren benötigen zweieinhalb Wochen
Aufgabe der Zentralstelle für beschleunigte Fachkräfteverfahren ist den Angaben zufolge die Beratung von Arbeitgebern, die Kommunikation mit Anerkennungsstellen, Auslandsvertretungen und der Bundesagentur für Arbeit sowie die Koordination der einzelnen Verfahrensschritte. Für die Verfahren benötigt die Zentralstelle laut Ministerium zurzeit rund zweieinhalb Wochen.