BUND kritisiert geplantes Gesetz zum Grünen Band Hessen
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Werra zwischen dem thüringischen Vacha und hessischem Philippsthal (Archivfoto)

Die Landesregierung will die Schutzzonen im „Grünen Band“ reduzieren. Der BUND wirft der Regierung vor, rückwärtsgewandt und unambitioniert zu handeln.

Wiesbaden (epd). Der BUND Hessen bezeichnet die geplante Neuausrichtung des „Nationalen Naturmonument (NNM) Grünes Band in Hessen” als eine Schande. Sie zeige, dass die Landesregierung unambitioniert und rückwärtsgewandt handele, kritisierte der BUND-Landesvorsitzende Jörg Nitsch. Der Landtag will am 10. Juni über ein Gesetz abstimmen, das den Naturschutz in bestimmten Regionen des “Grünen Bands" zurückfahren würde.

Der BUND wirft der Landesregierung vor, damit dem Drängen der Landbesitzenden und -nutzenden nachzukommen, die Eigeninteressen verfolgten und nicht im Sinne des Gemeinwohls handelten. Vorgaben würden wieder auf das reduziert, was vor der Einführung des Gesetzes im Jahr 2023 bereits gegolten habe. Laut BUND verliere Hessen damit die Qualität eines durchgängigen Biotopverbunds und so auch das Kriterium zur Einstufung als Nationales Naturmonument.

Grünes Band in Hessen erstreckt sich über 260 Kilometer

Hessen hatte das „Grüne Band“ an der innerdeutschen Grenze 2023 als Nationales Naturmonument unter besonderen Schutz gestellt. Mit dem neuen Gesetz soll laut Landesregierung eine strukturelle Weiterentwicklung und Vereinfachung vollzogen werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass es künftig zwei Zonen gibt: eine Schutz- und Entwicklungszone und eine Förderzone. Letztere unterliege keinen zusätzlichen Ge- oder Verboten, sondern setze auf Kooperation und Förderung, heißt es im Gesetzentwurf. Durch reduzierte Regulierung und Stärkung des Prinzips der Freiwilligkeit wolle man die Akzeptanz unter den Eigentümerinnen und Eigentümern erhöhen.

Das „Grüne Band“ ist der größte Biotopverbund Deutschlands und verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. In Hessen erstreckt es sich über 260 Kilometer.

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