Stadt Frankfurt baute Unterkünfte für 600 Wohnungslose
s:76:"Provisorische Geflüchtetenunterkunft auf dem Frankfurter Messegelände 2023";
Provisorische Geflüchtetenunterkunft auf dem Frankfurter Messegelände 2023

Die Stadt Frankfurt beherbergt mehr als 9.000 Wohnungslose und Flüchtlinge. Seit vergangenem Jahr können mehr von ihnen in städtischen Unterkünften wohnen.

Frankfurt a.M. (epd). Die Stadt Frankfurt hat im vergangenen Jahr Unterkünfte für 600 Wohnungslose und Flüchtlinge geschaffen. Die Stadt habe zwei neue Übergangsunterkünfte eröffnet und eine bestehende Unterkunft erweitert, teilte die Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) am 12. Januar mit. Im Gegenzug habe sie vier angemietete Hotels und eine Containeranlage aufgegeben, in denen Bedürftige untergebracht waren. Zurzeit bringe Hessens größte Stadt rund 5.000 geflüchtete und 4.100 wohnungslose Menschen unter und versorge sie. Diese lebten gemeinsam in rund 100 Unterkünften, die von zehn Trägern der Wohlfahrtspflege im Auftrag der Stadt versorgt würden.

Während die Zahl der in Frankfurt untergebrachten Flüchtlinge den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um rund 500 sank, nahm die Zahl der Wohnungslosen um 100 zu. „Immer mehr Frankfurterinnen und Frankfurter verlieren ihre Wohnung und landen in Gemeinschaftsunterkünften“, sagte Voitl. „Viele bleiben dort viel zu lang, weil sie auf dem Frankfurter Immobilienmarkt keine bezahlbare Wohnung finden.“ Die Stadt stecke in einer akuten Krise der Wohnungsnot.

Nächste Unterkunft wird im Sommer eröffnet

Als Nächstes baue die Stadtverwaltung im Stadtteil Höchst ein leerstehendes Gebäude zu einer Übergangsunterkunft für rund 150 Menschen um, kündigte Voitl an. Die Eröffnung sei für den Sommer vorgesehen. Für die geschätzt 200 bis 300 obdachlosen Menschen, die in Frankfurt auf der Straße leben, halten die Stadt und Wohlfahrtsverbände eigene Einrichtungen bereit.

Pressemitteilung: https://s.epd.de/3p54