Rettungshubschrauber fliegen in Rheinland-Pfalz wieder Nachteinsätze
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Rettungshubschrauber der Luftrettung (Symbolbild)

Die fünf Rettungshubschrauber in Rheinland-Pfalz flogen bislang nicht in der Nacht. Das soll sich jetzt ändern, denn die Zahl nächtlicher Notfälle mit Patiententransporten über weite Strecken ist zuletzt angewachsen.

Mainz (epd). In Rheinland-Pfalz steht die Luftrettung künftig wieder rund um die Uhr für Notfalleinsätze bereit. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete Innenminister Michael Ebling (SPD) am 6. Januar mit der ADAC-Luftrettung und den Krankenkassen, die das Angebot finanzieren. Künftig soll der am Universitätsklinikum in Mainz stationierte Hubschrauber „Christoph 77“ landesweit Tag und Nacht Einsätze fliegen.

Aufgrund zu geringer Fallzahlen war die Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft der Luftrettung in Rheinland-Pfalz im Jahr 2007 auf einen reinen Tagesbetrieb umgestellt worden. Am Standort Mainz wurden die Betriebszeiten zuletzt 2019 bis 22 Uhr ausgeweitet. Der Bedarf an Patiententransporten über weite Entfernungen hinweg sei in den zurückliegenden Jahren angestiegen, sagte Ebling: „Wir wissen. dass die Rahmenebedingungen in der Gesundheitsveversorgung und die Krankenhauslandschaft sich teilweise gravierend verändern.“

Erste Notfälle bereits abgeholt

Insgesamt betreibt der ADAC in Rheinland-Pfalz fünf Standorte für Rettungshubschrauber, außer in Mainz auch in Koblenz, Ludwigshafen, Wittlich sowie im pfälzischen Imsweiler (Donnersbergkreis). Durch Ausweitung des Flugbetriebs bis 22 Uhr sei die Mainzer Crew bereits erfahren in Nacheinsätzen, sagte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung. Bereits vor der Vertragsunterzeichnung hatte der Hubschrauber in den ersten Nächten des Jahres drei Einsätze geflogen.

Die Rettungshubschrauber in Rheinland-Pfalz werden sowohl unmittelbar zu Unfallorten, Herzinfarkt- oder Schlaganfallpatienten beordert, als auch zum Krankentransport zwischen zwei Kliniken. Ausgestattet sind sie für den Nachteinsatz mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungssanitäter. Nach Aussage der Verantwortlichen können sie keinen Rettungswagen ersetzen, aber beim Abtransport der Patienten trotzdem in lebensbedrohlichen Situationen wertvolle Zeit einsparen.

https://luftrettung.adac.de/

Pressemeldung des Ministeriums https://s.epd.de/3owm