Resilienzforscherin zur Zuversicht: "Wie eine Stressimpfung"
s:137:"Isabella Helmreich, wissenschaftliche Leiterin des Bereichs Resilienz & Gesellschaft im Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz";
Isabella Helmreich, wissenschaftliche Leiterin des Bereichs Resilienz & Gesellschaft im Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz

Mehr Einfluss, als viele denken: Die Wissenschaftlerin Isabella Helmreich beschreibt, wie wir angesichts globaler Krisen die eigene Widerstandskraft stärken können, um auch in unsicheren Zeiten zuversichtlich und handlungsfähig zu bleiben.

Mainz (epd). Krisen, Kriege und Konflikte stehen für eine herausfordernde Zeit, in der es die Zuversicht gerade schwer hat. Wie der Einzelne trotz allem resilient bleiben kann, also psychisch widerstandsfähig, das ist das Thema der psychologischen Psychotherapeutin Isabella Helmreich am Mainzer Leibniz-Institut für Resilienzforschung. Ein Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) über den Vorteil von Älteren in der Krise, den Werkzeugkasten der Hoffnung und die Frage, ob sich Zuversicht lernen lässt.

epd: Frau Helmreich, der Moderator der „Tagesthemen“ in der ARD, Ingo Zamperoni, schließt seit Beginn der Corona-Pandemie seine Sendungen immer mit den Worten „Bleiben Sie zuversichtlich“, meist nach einer halben Stunde gefüllt mit Nachrichten über Kriege, Krisen und Konflikte. Da hat es die Zuversicht schwer, oder?

Isabella Helmreich: Auf alle Fälle, vor allem bei der jüngeren Generation. Deutschland hat lange Zeit eine recht stabile Phase erlebt, dann kam die Pandemie und mit ihr eine richtig große Krise, mit der wir umgehen mussten. Und die hat tatsächlich das Weltbild vor allem der jungen Menschen erschüttert, die nicht mehr zur Schule gehen konnten, keine Freunde mehr treffen durften. Die Forschung hat gezeigt, dass Ältere besser durch die Krise gekommen sind.

Erfahrungen stärken Ältere

Positive Spirale

Fokus auf Lösungen und schöne Momente

Leibniz-Institut für Resilienzforschung: www.lir-mainz.de

epd-Gespräch: Dieter Sell