Frankfurt: Neue Notunterkünfte für Obdachlose - Zelte werden abgebaut
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Zeltunterkunft für Obdachlose in Frankfurt am Main

In vier Gebäuden hat die Stadt Frankfurt neue Notübernachtungsplätze für Obdachlose geschaffen. Im Tagestreff Weser 5 der Diakonie Frankfurt und Offenbach können künftig 35 Menschen auch übernachten.

Frankfurt a.M. (epd). Die Zeltunterkunft für Obdachlose in einem Park in der Innenstadt von Frankfurt am Main wird wieder abgebaut. In vier Unterkünften seien rund 150 Notübernachtungsplätze geschaffen worden, teilte die Stadt Frankfurt am 3. August mit. Im August sollen demnach das Henriette-Fürth-Haus im Gutleutviertel und der Tagestreff Weser 5 im Bahnhofsviertel mehr als 70 Menschen aufnehmen, im September folgen das Haus Lichtblick an der Eschersheimer Landstraße und eine Immobilie in der Innenstadt mit insgesamt rund 75 Schlafplätzen. „Die Zelte werden schrittweise abgebaut, wenn die neuen Schlafplätze angenommen sind“, sagte Christian Rupp, Pressesprecher des Dezernats für Soziales und Gesundheit der Stadt Frankfurt, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

„Unser Ziel bleibt, dass jeder Mensch einen sicheren Schlafplatz findet“, sagte Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl der Mitteilung zufolge. Es sei gelungen, neue niedrigschwellige Angebote zu schaffen.

Im Bahnhofsviertel etwa können ab sofort 35 Menschen im Tagestreff des Diakoniezentrums Weser5 übernachten, teilte ein Sprecher der Diakonie Frankfurt und Offenbach dem epd mit. Tagsüber bietet das Zentrum rund 200 Besucherinnen und Besuchern Schutz und einen Ort der Ruhe. Die Diakonie Frankfurt und Offenbach sowie die Caritas Frankfurt betreiben alle vier Unterkünfte im Auftrag der Stadt.

Zelte haben Schlafplätze in U-Bahn-Station ersetzt

Die Zeltunterkunft hatte die Stadt vor etwa vier Wochen innerhalb weniger Stunden errichten lassen, nachdem die Obdachlosenunterkunft in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor geschlossen worden war. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hatte 2018 einen Teil der unterirdischen Ebene abgetrennt und als Notunterkunft vermietet. Zuletzt hätten bis zu 180 Personen übernachtet, teilte die VGF Ende Juni mit, als sie die Nutzung der B-Ebene überraschend kündigte. Eine Brandschutzprüfung habe dies notwendig gemacht.

Mit dem Aufbau von fünf Zelten im Park war sichergestellt worden, dass die obdachlosen Menschen einen geschützten Schlafplatz hatten. Nach Angaben von Pressesprecher Rupp leben in Frankfurt 200 bis 300 Menschen auf der Straße, zahlreiche weitere Wohnungslose seien in Einrichtungen untergebracht.

Pressemitteilung: https://s.epd.de/3x42