Niedrigster Geburtenstand in Hessen seit 2012
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Menschen in Fußgängerzone (Symbolbild)

In Hessen wurden im vergangenen Jahr weniger Kinder geboren, die Bevölkerungszahl blieb gegenüber 2024 dennoch fast unverändert. Grund dafür sind Zuzüge aus dem Ausland und anderen Bundesländern. Auch in Rheinland-Pfalz stieg das Geburtendefizit.

Wiesbaden, Bad Ems (epd). Mit knapp 51.740 Neugeborenen sind im Jahr 2025 so wenige Kinder in Hessen zur Welt gekommen wie seit 2012 nicht mehr. Im Vergleich zum Jahr 2024 kamen damit im vergangenen Jahr 2,5 Prozent weniger Kinder zur Welt, teilte das Statistische Landesamt am 16. Juni in Wiesbaden mit. Trotz des Geburtendefizits blieb die Bevölkerungszahl gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, weil deutlich mehr Menschen zuzogen als fortzogen.

Insgesamt lebten zum 31. Dezember 2025 knapp 6,28 Millionen Personen in Hessen. Rund 204.930 Personen wanderten 2025 nach Hessen ein. Knapp 60 Prozent von ihnen kamen aus dem Ausland, 40,5 Prozent aus anderen deutschen Bundesländern. Im selben Zeitraum verließen 188.080 Personen Hessen. 87.100 Personen zogen in ein anderes Bundesland, 100.980 Hessinnen und Hessen wanderten ins Ausland aus. Insgesamt ergibt sich aus den Zu- und Fortzügen 2025 ein positiver Wanderungssaldo von 16.850 Personen.

Größtes Geburtendefizit seit 1947 in Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz war die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr rückläufig. Rund 32.300 Neugeborenen standen 50.900 Sterbefälle gegenüber. Das größte Geburtendefizit seit Gründung des Bundeslandes konnte nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auch durch Wanderungsbewegungen nicht mehr ausgeglichen werden. Die Einwohnerzahl des Bundeslandes sank demnach im Jahresverlauf um 6.500 Menschen auf gut 4,13 Millionen.

Statistik für Hessen: https://statistik.hessen.de/presse/niedrigster-geburtenstand-in-hessen-seit-2012

Statistik für Rheinland-Pfalz: www.statistik.rlp.de/themen/bevoelkerung/news/nachrichtendetailseite/hoechstes-geburtendefizit-seit-der-landesgruendung-nahezu-stagnierende-bevoelkerungszahl

Von Josephine von der Haar und Karsten Packeiser (epd)