Das Städel-Museum in Frankfurt am Main hat nach eigenen Angaben eine der bedeutendsten Skulpturen in seiner Geschichte erworben.
Frankfurt a.M. (epd). Das Kunstmuseum Städel in Frankfurt am Main hat die als „Altenberger Madonna“ bekannte gotische Skulptur erworben. Die „Thronende Muttergottes“ (um 1320/1330) aus dem Altenberger Altar sei eines der bedeutendsten Kunstwerke der mittelalterlichen Bildhauerei in Deutschland, gab das Städel am 27. Januar bekant. Die Figur, eine der ältesten Beispiele der Kölner Bildhauerkunst des 14. Jahrhunderts, sei einzigartig in ihrer hervorragend erhaltenen originalen Fassung. Mit dem Erwerb kann das Städel den Altenberger Altar vollständig präsentieren.
Die „Thronende Muttergottes“ ist den Angaben zufolge Teil des Altarretabels aus der Klosterkirche im hessischen Altenberg. Das Städel besitzt die Gemäldeflügel des Altars mit den ältesten Zeugnissen deutscher Malerei des Museums, der Altarschrein ist eine Dauerleihgabe aus dem Schlossmuseum Braunfels. In dem Altarschrein thronte einst die Madonnen-Figur mit dem Jesuskind. Mit ihrem Erwerb seien nun alle Bestandteile des Altarretabels wieder vollständig vereint und dauerhaft im Städel zu sehen.
Kulturstiftung der Länder unterstützte den Kauf
Die Skulptur habe sich seit den 1920er Jahren in Privatbesitz befunden und wurde seit 1981 als Dauerleihgabe im Bayerischen Nationalmuseum München verwahrt. Zum Erwerb hätten die „Ernst von Siemens Kunststiftung“, der Städelsche Museums-Verein und die Kulturstiftung der Länder beigetragen.
www.staedelmuseum.de
Pressemitteilung: https://s.epd.de/3ptf