Zwei Jahre lang wurde an dem Besucherzentrum für den alten Mainzer Judenfriedhof gearbeitet. Nun steht der Eröffnungstermin fest.
Mainz (epd). Am Gelände des Unesco-Weltkulturerbes jüdischer Friedhof in Mainz stehen die 2024 begonnen Bauarbeiten für ein Besucherzentrum vor dem Abschluss. Die Eröffnung des Pavillons mit einem nicht-öffentlichen Festakt und einem anschließenden Bürgerfest sei für den 6. September geplant, gab die Stadtverwaltung am 24. Juli bekannt. Das Besucherzentrum mit Ausstellungs-, Büro und Lagerflächen wurde auf einer Plattform oberhalb des abschüssigen Gräberfeldes errichtet. Von dort aus bietet sich Interessierten auch ein Blick über das Gräberfeld.
Der Mainzer Judensand war 2021 gemeinsam mit den Zeugnissen der alten jüdischen Gemeinden in Worms und Speyer in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen worden. Die Juden in den Städten Speyer, Worms, Mainz einst den Bund der sogenannten SchUM-Gemeinden, der als Zentrum des mittelalterlichen westeuropäischen Judentums gilt.
1.700 historische Grabsteine
Auf dem Friedhofsgelände befinden sich mehr als 1.700 historische Grabsteine, von denen 180 noch aus der Blütezeit der SchUM-Gemeinden stammen. Bislang ist der Friedhof nur im Rahmen von Führungen begehbar. Künftig soll er nach Angaben der Stadt an vier Tagen in der Woche für Besucher zugänglich gemacht werden, das Besucherzentrum soll fünf Tage in der Woche geöffnet sein.
Informationen der Stadt Mainz zum Friedhof Judensand: http://u.epd.de/22nq