Für ihre Spiel- und Dokumentarfilmprojekte fördert das Land Nordrhein-Westfalen vier Filmschaffende mit Stipendien in Höhe von jeweils 9.900 Euro. Hamed Mohammadi, Suse Itzel und Susann Maria Hempel erhalten die Förderung im Bereich künstlerische Spiel- und Dokumentarfilme, Sarah Kramer im Bereich künstlerischer Dokumentarfilm für Kinder und Jugendliche, wie das NRW-Kulturministerium in Düsseldorf mitteilte. Kulturministerin Ina Brandes (CDU) überreichte die Stipendien beim Berlinale-Netzwerktreffen des Filmbüros NW im Berliner Haus der Kulturen der Welt.
Wie im Vorjahr seien erneut 160 Bewerbungen eingegangen, erklärte das Ministerium. „Die große Resonanz auf dieses Stipendienprogramm zeigt, wie wichtig eine verlässliche Förderung gerade in der frühen Projektphase ist“, betonte Brandes. „Diese Stipendien geben starken Ideen die nötige Starthilfe.“
Langfilmdebüt über sexualisierte Gewalt
In dem geförderten Projekt von Mohammadi, „Lay ghor Daykem - Am Grab meiner Mutter“, geht es den Angaben zufolge um einen iranischen Filmemacher im Exil, der das Grab seiner Mutter nicht besuchen darf, während im Iran eine neue Generation zwischen Gewalt, Mut und Hoffnung sichtbar wird. Itzel arbeite wiederum mit „Zeug:innenschaft“ an ihrem Langfilmdebüt über sexualisierte Gewalt.
Unter dem Titel „Friedhofstraße 13“ setze sich Hempel mit dem Thema Altern auseinander, hieß es. Kramer widme sich in ihrem Projekt „Neue Stadt“ der häufig negativen Darstellung von Köln-Chorweiler und wie Kinder und Jugendliche von dort auf diese Bilder blickten.