Die Bonner Bundeskunsthalle widmet sich der Kultur, dem sozialen Gefüge und dem Lebensraum indigener Völker im Regenwald des Amazonas. Unter der Überschrift „Amazonia. Indigene Welten“ versuche die Schau ab dem 13. März, die Region und ihre Einwohner durch die Augen und Standpunkte der Indigenen vorzustellen, kündigten die Ausstellungsmacher in Bonn an. Es sei ein vielschichtiger Ort, an dem sich die sozialen und ökologischen Dynamiken ständig begegneten. Bis 9. August sind Artefakte des alltäglichen Lebens und von Zeremonien, Kunstwerke sowie Fotografien zu sehen.
Mit über 400 Objekten aus der Sammlung des Musée du Quai Branly - Jacques Chirac sowie privaten und öffentlichen Sammlungen entfalte sich ein Kosmos, „in dem Vergangenheit und Gegenwart durch zeitgenössische indigene Kunst, vergängliche Ausdrucksformen wie Sprachen, Lieder und Körperkunst und herausragende historische Werke aufeinandertreffen“, kündigte das Museum an.
Amazonien als Inspiration für Zukunft
Die Schau lade zudem dazu ein, den Amazonas auch als Quelle möglicher Zukunftsgestaltungen zu entdecken, etwa als Ort kultureller Vielfalt, an dem traditionelles ökologisches Wissen und Wissenschaft in Dialog treten, hieß es. Sie zeige auf, wie Hunderte von indigenen Völkern in einem Netzwerk von Beziehungen verbunden sind, mit anderen Menschen, mit Tieren, Pflanzen und Geistern, mit Territorien und mit der globalen Welt.
Noch bis 15. März widmet sich auch das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln der Region Amazonien und zeigt Fotografien des im vergangenen Jahr gestorbenen brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern von Natur und Katastrophen wurde er weltweit berühmt. Die Foto-Ausstellung „Amazonia“ war bereits in Paris, Rom, London, Los Angeles, São Paulo und Brüssel zu sehen. Köln ist die erste deutsche Station.