Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde hat ihren Wissenschaftselch Bert verloren. Das Tier sei am vergangenen Wochenende im Alter von zehn Jahren verendet, teilte die Hochschule am Donnerstag mit. Wildbiologen der Forschungseinrichtung hätten den Elch über neun Jahre hinweg wissenschaftlich begleitet. Durch die langjährige telemetrische Überwachung hinterlasse Bert einen außerordentlich wertvollen wissenschaftlichen Datensatz zu Raumnutzung und Verhalten von Elchen in Deutschland.
Am Sonntagmorgen habe der GPS-Halsbandsender des Elchs ein Mortalitätssignal übermittelt, hieß es. Er sei daraufhin unmittelbar geborgen und einer pathologischen Untersuchung zugeführt worden. Bei der Sektion am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin seien am Montag schwere innere Verletzungen infolge eines stumpfen Traumas festgestellt worden. An deren Folgen sei der Elch gestorben. Wie es zu diesen Verletzungen kam, lasse sich nicht mehr eindeutig feststellen.
Weiterer Elchbulle im Streifgebiet
Bert habe sich zum Zeitpunkt seines Todes wie bereits in den vergangenen Jahren während der Brunftzeit auf einer Rinderweide aufgehalten, hieß es weiter. Dort sei es in der Vergangenheit „vereinzelt auch zu Interaktionen mit Rindern gekommen“. In den Tagen vor Berts Tod habe sich zudem ein weiterer Elchbulle in seinem Streifgebiet aufgehalten, der noch am Freitag nur etwa 100 Meter von Bert entfernt beobachtet und gefilmt worden sei. Möglicherweise stehe das Verenden von Bert mit einer Auseinandersetzung zwischen beiden Tieren im Zusammenhang.