Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) hat das seit zehn Jahren bestehende Netzwerk der „Natura 2000“-Stationen zum Schutz wertvoller Lebensräume und bedrohter Arten als Erfolgsmodell gewürdigt. Die zwölf Stationen im Bundesland seien wichtige regionale Partner für Kommunen und Landwirte, erklärte Kummer am Donnerstag in Erfurt.
Heute sei das Netzwerk landesweit unter anderem am Schutz von Feldhamstern und Fledermäusen beteiligt, betonte der Minister. Aufgabe der vom Land finanzierten Stationen sei es, Behörden, Wissenschaft, Landnutzende, Kommunen und ehrenamtlich Engagierte miteinander zu vernetzen. „Gemeinsam können so Lebensräume für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten geschützt werden“, betonte Kummer.
Schutzgebiete auf 17 Prozent der Landesfläche
In Thüringen kümmern sich die Stationen um insgesamt 212 sogenannte FFH-Gebiete, benannt nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie von 1992, sowie um 44 EU-Vogelschutzgebiete und 35 Fledermausobjekte. Zusammen erstrecken sich diese Schutzgebiete den Angaben zufolge über rund 270.000 Hektar. Das sind etwa 17 Prozent der Landesfläche.
Eine Jubiläumstagung am 23. April in Erfurt soll Vertreterinnen und Vertreter aus Naturschutz, Politik, Wissenschaft, Verwaltung sowie Land- und Forstwirtschaft zusammenbringen. „Natura 2000“ ist nach eigenen Angaben das größte grenzüberschreitende Schutzgebietsnetz der Welt.