Bäume und Sträucher können die Landwirtschaft nach Angaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vor anhaltender Hitze schützen. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in Brandenburg forscht zurzeit an Methoden zum optimalen Miteinander von Gehölzen und Ackerland. Von der DBU wird das Vorhaben mit 295.000 Euro gefördert, wie ein Stiftungssprecher mitteilte. Bei einem „Feldtag“ soll das Konzept am Donnerstag in einem Partnerbetrieb in Sachsen-Anhalt vorgestellt werden.
Die Dürregefahr werde in Deutschland zur großen Herausforderung für landwirtschaftliche Betriebe, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Eine funktionierende Landwirtschaft ist essenziell für eine intakte Gesellschaft.“
Pflanzen sorgen für kühles Mikroklima
Das Wachstum von Bäumen und Sträuchern auf und neben Feldern bewirke mehrere positive Veränderungen, sagte Projektmitarbeiterin Leonie Steinherr: „Die Pflanzen sorgen für ein kühleres Mikroklima auf den Feldern. Zudem binden sie Wasser und verhindern die Winderosion der Erde.“ Das Anpflanzen unterschiedlicher Gehölze biete auch mehr Nahrung und Lebensräume für Tiere, insbesondere Insekten.
Früchte der Bäume können geerntet werden
Die Forscher arbeiten den Angaben zufolge mit drei Landwirtschaftsbetrieben in Brandenburg und Sachsen-Anhalt zusammen. „Knapp 650 Bäume pflanzen wir bei diesen drei Betrieben an - vor allem Walnuss- und Maulbeerbäume sowie Esskastanien“, berichtete Steinherr. Neben ihren positiven Effekten auf Mikroklima und Biodiversität seien diese Arten auch landwirtschaftlich nutzbar.