Sachsens Unesco-Reservat wird größer
Dresden (epd).

Sachsens einziges Unesco-Biosphärenreservat ist erweitert worden. Ab Montag gehören rund 2.300 Hektar neue Flächen zu dem Naturschutzgebiet, teilte das Umweltministerium am Sonntag in Dresden mit. Das Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ zwischen Bautzen, Hoyerswerda und Niesky sei damit nun gut 32.000 Hektar groß. Es wurde 1996 als 13. Unesco-Reservat in Deutschland anerkannt. Bundesweit gibt es 17 dieser Naturschutzgebiete.

Die neu hinzugekommenen Flächen der Bergbaufolgelandschaft liegen den Angaben zufolge in den Gemeinden Hohendubrau, Königswartha, Kreba-Neudorf, Lohsa, Malschwitz und Spreetal. Das Biosphärenreservat zeichne sich durch einen häufigen Wechsel von breiten Auen und Niederungen der Flüsse mit trockenen Dünen und weitläufigen Kiefernwäldern aus, hieß es. In den Auen und vermoorten Senken zwischen den Dünen seien bereits im Mittelalter Karpfenteiche angelegt worden.

Teichbewirtschaftung vereinfacht

Die Kernzone des Biosphärenreservats ist den Angaben zufolge knapp 1.800 Hektar, die Pflegezone knapp 13.900 Hektar und die Entwicklungszone knapp 16.700 Hektar groß. In der Kern- und Pflegezone stehe der Naturschutz im Mittelpunkt, hieß es. Sie seien zugleich Sachsens größtes Naturschutzgebiet.

Im Zuge der Überarbeitung der Verordnung für das Areal seien zudem unter anderem die Genehmigungsverfahren in der Teichbewirtschaftung verschlankt und Verwaltungsvorschriften vereinfacht worden, hieß es. In vielen Fällen sei für eine Teichbewirtschaftung nun statt eines aufwendigen Genehmigungsverfahrens nur noch die Zustimmung der Reservatsverwaltung nötig.