Kummer: Wasserversorgung muss auf Klimaveränderungen reagieren
Erfurt (epd).

Angesichts zunehmender Trockenperioden muss sich die Wasserversorgung in Thüringen stärker an veränderte klimatische Bedingungen anpassen. Besonders die Niedrigwassersituation an der Talsperre Ohra habe gezeigt, dass sich das Land nicht mehr auf bisherige Wasserressourcen verlassen könne, sagte Umweltminister Tilo Kummer (BSW) zur Eröffnung des 31. Thüringer Wasserkolloquiums am Donnerstag in Erfurt.

Zur Sicherung der Infrastruktur stellt das Land nach Angaben Kummers zusätzliche Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereit. Rund 20 Millionen Euro sollen kurzfristig in die Modernisierung von Leitungsnetzen, zusätzliche Speicher- und Aufbereitungskapazitäten sowie die bessere Vernetzung der Versorgungsgebiete fließen. Diskutiert wird auf der Tagung zudem, wie Anlagen gegen Extremwetter, Sabotage oder Cyberangriffe geschützt werden können. An dem Wasserkolloquium nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 200 Fachleute aus Forschung, Wasserversorgung, Wirtschaft und Politik teil.