Der Thüringer Zoopark Erfurt blickt auf ein stabiles Jahr 2025 zurück und setzt zugleich klare Akzente in der Weiterentwicklung seines Tierbestands, in der wissenschaftlichen Arbeit und bei der Bindung seines Publikums. Mit insgesamt 290.485 Besuchen seien die Gästezahlen trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr auf konstant hohem Niveau geblieben, teilte die Leitung des Tierparks am Mittwoch mit.
Ebenfalls leicht reduziert hat sich den Angaben zufolge der Tierbestand. Zum Jahresende 2025 lebten im Zoopark 1.045 Tiere aus 144 Arten und Rassen. Der leichte Rückgang sei das Ergebnis eines gezielten Tiermanagements, das stärker auf moderne, artgerechte Haltungsbedingungen und langfristige Perspektiven ausgerichtet sei. Zugleich sei der Bestand punktuell erweitert worden. Neue Arten wie Wildmeerschweinchen und Fossa unterstrichen dabei die strategische Ausrichtung auf eine verantwortungsvolle, zukunftsfähige und artenschutzorientierte Tierhaltung.
Zuchterfolg bei Geparden
Ein besonderer Höhepunkt war laut Tierärztin Tina Risch die Geburt von vier Geparden im August 2025. Der Zuchterfolg gelte als international bedeutsam, da Geparden stark gefährdet seien. Insgesamt seien im zurückliegenden Jahr keine Handvoll Geburten dieser Art in den europäischen Zoos gezählt worden.
Für 2026 kündigte der Zoopark weitere Investitionen und Modernisierungen an. Ein wichtiger Meilenstein soll etwa der Umzug der Nashörner in das neue Elefantenhaus sein. Ab dem Sommer wird das Nashornhaus dann umgebaut und die Fläche und der Komfort für die Tiere deutlich erhöht.