Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt vor einem sich verschlechternden Zustand der Natur und einem fortschreitenden Artensterben in Brandenburg. Die Landesregierung müsse Gegenmaßnahmen ergreifen, forderte der BUND-Landesverband am Donnerstag in Potsdam. Anlass ist der Welttag der Artenvielfalt am Freitag (22. Mai).
Eine zentrale Rolle sieht der Brandenburger BUND in den Landschaftsschutzgebieten. Deren Schutzstatus müsse gestärkt werden, erklärte der Co-Landesvorsitzende, Carsten Preuß. Die Biotopverbünde seien wichtig zur Förderung der Artenvielfalt, etwa indem sie Verbindungen zwischen Gewässern für Amphibien oder Waldkorridore für wandernde Säugetiere schaffen.
Renaturierung und besserer Wasserrückhalt
Als Maßnahmen wurden unter anderem Renaturierung, Wiederherstellung und Vernetzung von Lebensräumen gefordert. Außerdem sollten Landschaften besser Niederschläge speichern können. „Weder bei der finanziellen Ausstattung des Naturschutzes noch beim dringend benötigten Personal darf gespart werden“, erklärte Preuß.
Landschaftsschutzgebiete prägten darüber hinaus die „Schönheit und Eigenart“ der Kulturlandschaften und stärkten das „Heimatgefühl und die regionale Identität“, argumentierte der BUND.