Berliner Sonne soll bis 2035 für ein Viertel des Stroms sorgen
Berlin (epd).

Berlin will bis 2035 rund ein Viertel seines Stroms aus Solarenergie gewinnen. Dafür brauche es auch in den kommenden Jahren einen kontinuierlichen Ausbau, sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag in Berlin nach der Senatssitzung: „Mehr Solarenergie bedeutet für Berlin mehr Klimaschutz, mehr Unabhängigkeit und Resilienz bei der Energieversorgung und zugleich Chancen für unsere Wirtschaft.“

Stand Anfang Oktober verfügte Berlin den Angaben zufolge über rund 69.000 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 583 Megawatt peak (MWp). Dies entspreche der jährlichen Versorgung von etwa 210.000 Haushalten mit Solarstrom bei einem angenommenen Jahresverbrauch von rund 2.500 Kilowattstunden pro Jahr und einer durchschnittlichen Berliner Haushaltsgröße von 1,86 Personen.

Förderprogramm SolarPlus

Seit dem 1. Januar 2023 sind Eigentümer in Berlin beim Bau neuer Gebäude sowie bei wesentlichen Dachumbauten verpflichtet, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren und zu betreiben. „Damit Berlin Solarmeister bleibt, arbeiten wir mit verschiedenen Maßnahmen für einen beschleunigten Solarausbau“, sagte Giffey zum jährlichen Bericht an das Abgeordnetenhaus zur Umsetzung des entsprechenden Gesetzes. Neben Informations- und Beratungsangeboten der Senatsverwaltung gebe es unter anderem einen Praxisleitfaden, ein Erklärvideo sowie die Bereitstellung aller relevanten Formulare und Informationen zu möglichen Befreiungen. Zudem gibt es das Förderprogramm SolarPlus.