US-Amerikaner mit Ebola soll in Deutschland behandelt werden
Berlin (epd).

Ein US-Amerikaner mit einer Ebola-Infektion wird laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) in Berlin behandelt. Der Patient werde zur Behandlung in die Sonderisolierstation der Charité gebracht, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Die US-Regierung werde den Transport von Uganda nach Deutschland mit einem speziellen Flugzeug organisieren und sicherstellen. Der Transport vom Flughafen soll mit einem speziellen Infektions-Rettungswagen erfolgen. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.

Das US-amerikanische „Center for Disease Control and Prevention“ (CDC, Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention) hatte bereits am Montag in seinen täglichen Updates davon gesprochen, dass ein US-Amerikaner „im Rahmen der Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo“ an Ebola erkrankt sei. Die Person solle aufgrund der „früheren Erfahrung im Umgang mit Ebolapatienten“ in Deutschland und wegen der kürzeren Flugzeiten in die Bundesrepublik gebracht werden, hieß es weiter. Deutschland hatte nach Ministeriumsangaben bereits 2014 drei bestätigte Ebola-Fieber-Patienten behandelt.

Seltener Virusstamm Bundibugyo

Laut Robert Koch Institut in Berlin hat die Weltgesundheitsorganisation nach dem Ausbruch von Ebola-Fieber in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda am 17. Mai eine „Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen, wie bereits bei den Ausbrüchen in den Jahren 2019 und 2014. Stand 17. Mai gibt es acht laborbestätigte Fälle, 246 Verdachtsfälle und 80 mutmaßliche Todesfälle. Der aktuelle Ausbruch wird durch den Virusstamm Bundibugyo verursacht, gegen den es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.