Zahlreiche wohnungs- und obdachlose Menschen sind am Donnerstag einer Einladung in das Berliner Abgeordnetenhaus gefolgt. Rund 150 Personen seien mit Mitgliedern des Hauses sowie Sozialstadträtinnen und Sozialstadträten ins Gespräch gekommen, teilte das Abgeordnetenhaus mit. Eingeladen hatte zum vierten Mal die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (CDU).
Viele dieser Menschen erlebten neben materieller Not auch Ausgrenzung und Vorurteile, erklärte Seibeld. Sie wünschten sich zudem Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. „Obdachlose Menschen brauchen kein Mitleid, sondern Respekt“, betonte sie. Auch Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) sei vor Ort gewesen. Erstmals habe es zudem eine Führung durch das Abgeordnetenhaus gegeben. Anschließend habe an sogenannten „Bezirkstischen“ ein direkter Austausch zwischen Betroffenen, Politik und sozialen Einrichtungen stattgefunden, hieß es.