Immer mehr Menschen suchen laut Caritas und Diakonie die Bahnhofsmissionen auf. Etwa 5,2 Millionen Hilfeleistungen hätten die ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden im Jahr 2024 erbracht, teilten die beiden Wohlfahrtsorganisationen am Freitag in Berlin mit. Dies entspreche einem Anstieg von rund 40 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Am Samstag findet der diesjährige Tag der Bahnhofsmission unter dem Motto „Menschlichkeit gibt Halt“ statt.
Zunehmend kämen von Armut betroffene Menschen, Wohnungslose oder Menschen mit psychischen oder Abhängigkeitserkrankungen, erklärte Diakonie-Bundesvorständin für Sozialpolitik, Elke Ronneberger. Die Bahnhofsmissionen seien „ein wichtiger Seismograph“. Dort ließen sich gesellschaftliche Veränderungen früh feststellen. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa erklärte, Bahnhöfe seien „sozialer Brennpunkt und Zukunftsort zugleich“.
1.800 Freiwillige
Die rund 100 Bahnhofsmissionen werden ökumenisch getragen und helfen gebührenfrei und ohne Anmeldung. Neben den rund 300 hauptamtlich Tätigen engagierten sich den Angaben zufolge rund 1.800 Personen freiwillig.