"Arche" bietet erstmals Jugendprojekt in einem Bahnhof
Meißen, Berlin (epd).

Das Berliner Hilfswerk „Arche“ hat am Freitag im Bahnhof von Meißen einen neuen Standort eröffnet. Der „Jugendbahnhof“ biete jungen Menschen zwischen 13 und 21 Jahren einen Anlaufpunkt mitten im Stadtzentrum, teilte das soziale Hilfswerk in Berlin mit.

In den Räumlichkeiten würden „individuelle Fördermöglichkeiten, Hilfe bei der beruflichen Orientierung und Rückhalt in unterschiedlichen Lebenslagen“ angeboten. Der „Jugendbahnhof“ soll den Angaben zufolge Gemeinschaft stärken sowie Perspektiven und Mitgestaltung schaffen. Es ist die zweite „Arche“-Einrichtung im sächsischen Meißen.

„Arche“-Gründer fordert Engagement für Kinder

Der Gründer des christlichen Kinder- und Jugendwerkes „Arche“, Bernd Siggelkow, erklärte, es sei das erste Mal, dass eine Jugendeinrichtung in einer Bahnhofshalle, zwischen einer Bäckerei und fahrenden Zügen, öffnet. Vor allem die Jugendlichen selbst hätten dafür gekämpft und zusammen mit der „Arche“ die Räume gestaltet.

„Sozialarbeit wird in schwierigen Zeiten immer wichtiger“, sagte Siggelkow. Es brauche „starke Kinder und Jugendliche“, sie seien eine wertvolle Ressource. „Wir als Gesellschaft müssen für jedes Kind kämpfen“, forderte der „Arche“-Gründer.

Der zentrale Treffpunkt im Bahnhof Meißen sei in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Deutschen Bahn entstanden, hieß es. Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union und dem Land Sachsen.

Die „Arche“ ist bereits seit 2011 in Meißen aktiv. Im Stammhaus werden täglich rund 80 Kinder und Jugendliche mit kostenlosen Angeboten betreut.