Lottomittel für Telefonseelsorge Potsdam
Potsdam (epd).

Die Telefonseelsorge Potsdam erhält eine Förderung über 32.200 Euro aus Lottomitteln. Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller (parteilos) werde dafür am Dienstag einen symbolischen Scheck überreichen, teilte die Hoffbauer Stiftung als Trägerin der Telefonseelsorge am Freitag in Potsdam mit. Damit werde auch die gesellschaftliche Leistung der Einrichtung anerkannt.

Im vergangenen Jahr erhielt die Telefonseelsorge Potsdam nach eigenen Angaben 16.710 Anrufe. Auch per Chat und E-Mail sei die Stelle erreichbar. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden unterstützten Menschen unter anderem bei Problemen in Partner-, Freundschaft oder Familien, bei Einsamkeit oder körperlichen und seelischen Beschwerden. „Jeder kann in eine Situation kommen, in der er nicht mehr weiterweiß“, sagte die Leiterin der Telefonseelsorge Potsdam, Beate Müller.

Auf Spenden und Ehrenamtliche angewiesen

Getragen wird die Telefonseelsorge von evangelischer und katholischer Kirche, dem Caritasverband des Erzbistums Berlins sowie der Hoffbauer Stiftung. Zwar versuchten Träger und Landesregierung, die Finanzierung zu gewährleisten, so die Hoffbauer Stiftung. Trotzdem werde damit jedes Jahr nur zwei Drittel des Finanzbedarfs gedeckt, weswegen die Telefonseelsorge auf Spenden angewiesen sei.

Die Telefonseelsorge ist eine rund um die Uhr besetzte Hotline, an die sich Menschen in Krisenzeiten wenden können. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht. Derzeit arbeiten 125 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Telefondienst. Alle wurden demnach vorab ausgebildet und erhalten regelmäßig Fortbildung und Betreuung.