Jüngere fasten häufiger als Ältere
Weimar, Magdeburg (epd).

Einer Umfrage zufolge wollen nur 13 Prozent von 2.000 Befragten im Zeitraum von Aschermittwoch bis Ostern fasten. Bei jüngeren Menschen ist Fasten allerdings beliebt, teilte der Auftraggeber der Studie, die in Weimar erscheinende Kirchenzeitung „Glaube+Heimat“ in ihrem Online-Portal „meine-kirchenzeitung.de“ am Dienstag mit. Demnach hätten 29 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gesagt, dass sie in den nächsten sieben Wochen fasten wollen.

Dabei gäbe es große Unterschiede innerhalb der Religionen: „Die größte Religionsgruppe, die in diesem Jahr fastet, sind die Muslime“, hieß es. Das läge vermutlich daran, dass der Fastenmonat Ramadan im Jahr 2026 am Aschermittwoch beginnt. Religiöse und gesundheitliche Gründe hielten sich bei den Fastenden die Waage (jeweils 43 Prozent). Zudem wollten 31 Prozent fasten, um ihr Gewicht zu senken.

Brandenburger fasten häufig

In der Befragung ging es auch um die Fastenaktionen der Kirche. Demnach würden 42 Prozent nach Anleitung der evangelischen Fastenaktion „7 Wochen ohne“ fasten, 28 Prozent nach der Fastenaktion des katholischen Hilfswerkes Misereor.

Im Vergleich der Länder liegt Sachsen-Anhalt vor Thüringen, teilte die Kirchenzeitung mit. Während in Thüringen nur 3,6 Prozent der Befragten angaben, in der Fastenzeit Verzicht zu üben, seien es in Sachsen-Anhalt 7 Prozent. In Sachsen wollen 9,4 Prozent der Menschen fasten, in Brandenburg sogar 11,4 Prozent.