Diakonie will verlässliche Pflege
Radebeul (epd).

Die Diakonie Sachsen mahnt nachhaltige Reformen zur Pflegeversicherung und Versorgungssicherheit an. Es brauche „gute Arbeitsbedingungen und finanzielle Stabilität“, erklärte der Wohlfahrtsverband am Montag in Radebeul bei Dresden mit. Dazu gehörten weniger Bürokratie, eine stärkere Digitalisierung und flexible Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige und Angehörige.

Mit Sorge sehe die Diakonie die vorgesehene Begrenzung der Refinanzierung tariflicher Entlohnung in der häuslichen Krankenpflege. Tarifliche Entlohnung sei „kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für verlässliche Versorgung und die Zukunft des Pflegeberufs“, hieß es.

Mehr Risiko für ambulante Dienste

Eine Begrenzung der Refinanzierung verschiebe das wirtschaftliche Risiko zunehmend auf die ambulanten Dienste. Gerade gemeinnützige Träger gerieten damit unter Druck. Die Folgen könnten Personalabbau, Angebotskürzungen und weitere Versorgungslücken sein.

Laut Diakonie waren 2025 im Jahresdurchschnitt in Sachsen 1.345 Stellen in der Altenpflege unbesetzt. Um diesen Fachkräftemangel abzufedern, setzten einige Träger der Diakonie auch auf internationale Fachkräftegewinnung und kooperierten bereits mit Partnern in Brasilien, Vietnam und Usbekistan.