Diakonie startet mit Sozial-O-Mat zur Sachsen-Anhalt-Wahl
Halle (epd).

Die Diakonie Mitteldeutschland hat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Online-Plattform gestartet, um Parteipräferenzen bei Sozialthemen zu ermitteln. Ähnlich wie beim Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung wägt der Sozial-O-Mat die eigenen sozialpolitischen Einstellungen mit den Programmen von Parteien ab, teilte die Diakonie Mitteldeutschland in Halle (Saale) mit. Die Auswertung erfolgt anhand von 20 Thesen wie der Frage nach der Finanzierung von Jugend- und Schulsozialarbeit oder einer flächendeckenden ärztlichen Versorgung, hieß es. Das Ergebnis zeige die prozentuale Übereinstimmung der persönlichen Erwartungen mit den Parteiprogrammen sowie mit den Positionen der Diakonie.

„Sozialpolitik auf Landesebene hat einen großen Einfluss auf das Leben, die Alltagserfahrungen und das Umfeld der Menschen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Christoph Stolte. Mit dem Sozial-O-Mat solle keine Parteiempfehlung gegeben, „sondern Orientierung in den vielfältigen Themen der sozialen Teilhabe, Unterstützung und Daseinsvorsorge“ geboten werden.

Einfluss nehmen auf Gestaltung der sozialen Leistungen

Die Angebote und Dienste der Diakonie seien in einen gesetzlichen Rahmen eingebunden, den Demokratie und Kirchen in demokratischen Verfahren auch mitgestalten können. Damit nehme man „Einfluss auf Entscheidungen in der Politik und Politik nimmt Einfluss auf unser Handeln“, sagte Stolte.

Die Fragen und Positionen stammten aus jenen Themengebieten, in denen die soziale Arbeit der Kirchen und der Diakonie tätig ist, etwa Arbeit und Gesellschaft, Gesundheit und Pflege oder Zuwanderung und Integration.