Der Sozialdienst katholischer Frauen schickt zwei seiner Berliner Duschmobile für Obdachlose von Freitag an auf die Reise zum Vatikan. Die erste Station ist der Katholikentag in Würzburg, wie der Verein in Berlin mitteilte. Am Sonntag gehe es dann weiter über Nürnberg und München bis nach Rom. Dort gebe es am Mittwoch (20. Mai) für die gesamte Crew eine Generalaudienz mit Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz und eine Segnung der Duschmobile durch den Berliner Erzbischof Heiner Koch gemeinsam mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
Das Duschmobil für Frauen und die sogenannte Seifenbüchse für obdachlose Jugendliche sind nach Angaben des Sozialdienstes seit 2019 beziehungsweise 2025 in Berlin im Einsatz. Beide Mobile ermöglichten wohnungslosen Menschen geschützte Hygiene, Beratung und den Zugang zu weiterführender Unterstützung.
Obdachlosigkeit kennt keine Grenzen
Beide mobilen Projekte stünden für eine aufsuchende, niedrigschwellige Straßensozialarbeit, die dort präsent sei, wo sie gebraucht werde - im öffentlichen Raum. Die Tour nach Rom eröffne eine europäische Perspektive auf ein gesamtgesellschaftliches Problem.
„Obdachlosigkeit kennt keine Grenzen“, betonte der katholische Verein. Die Unterstützung obdachloser und wohnungsloser Menschen bleibe ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, insbesondere, wenn das EU-weite Ziel, Obdachlosigkeit bis 2030 zu beenden, Realität werden soll. Die Duschmobiltour solle auch deutlich machen, dass innovative Ansätze der Wohnungslosenhilfe wie in Berlin notwendig und übertragbar sind.