In Berlin eröffnet diese Woche das elfte Frauen- und Kinderschutzhaus. Die Einrichtung mit insgesamt 25 Betten soll Platz für zwölf Familien bieten, wie die Senatssozialverwaltung am Dienstag mitteilte. Das Haus sei ein Zufluchtsort für Frauen, die Gewalt erfahren hätten, sowie deren Kinder. Den Angaben nach stehen in Berliner Frauenhäusern damit insgesamt 431 Familienplätze mit 946 Betten zur Verfügung. Mit dem Ausbau des Hilfesystems setze Berlin seine Verpflichtungen aus dem Gewalthilfegesetz um.
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) erklärte: „Berlin setzt ein starkes Signal: Gewalt gegen Frauen hat in unserer Stadt keinen Platz.“ Betroffene und ihre Kinder könnten sich darauf verlassen, dass sie unterstützt werden. Allein in diesem Jahr habe Berlin drei neue Frauenhäuser eröffnet und zwei zusätzliche Fachberatungsstellen in Betrieb genommen. Das Gewalthilfegesetz gebe einen klaren Auftrag: „Jede Frau, die Gewalt erlebt, braucht schnell und verlässlich unsere Hilfe und einen sicheren Ort“, erklärte Kiziltepe.
Über 13.000 Fälle partnerschaftlicher Gewalt
Laut der polizeilichen Kriminalstatistik gab es in Berlin im Jahr 2025 13.249 Opfer partnerschaftlicher Gewalt, ein Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus seien 8.652 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie 1.393 Fälle von Vergewaltigung, schweren sexuellen Übergriffen und Nötigung erfasst worden.