Die Ambulanz für Obdachlose ist an den Berliner Bahnhof Zoo zurückgekehrt. Mit vielen Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft wurde die von der katholischen Caritas getragene medizinische Einrichtung am Mittwoch am alten Standort in der Jebensstraße wiedereröffnet. Darunter waren neben Erzbischof Heiner Koch und Caritasdirektorin Ulrike Kostka der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg als Nachbar der Ambulanz, die Berliner Gesundheitsstaatssekretärin Ellen Haußdörfer (SPD), der Berliner Ärztekammerpräsident Peter Bobbert, die frühere Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) und der Musiker Frank Zander.
Nach einem Wasserschaden im Januar 2023 war den Angaben zufolge eine umfangreiche Renovierung und ein zeitweiliger Umzug in die Turmstraße nötig. Die 1992 eröffnete Ambulanz gilt als das älteste medizinische Versorgungsprojekt für Wohnungslose in Berlin. Hier werden Obdachlose sowie Menschen ohne Krankenversicherungsschutz und ohne Papiere behandelt.
2.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr
Die Caritas-Ambulanz versorgt nach eigenen Angaben durchschnittlich 2.000 Personen jährlich, ein Viertel davon regelmäßig. Sie bietet eine hausärztliche Grundversorgung, gibt Medikamente aus und ist auf die Wundversorgung chronischer Wunden spezialisiert. Außerdem gibt es eine psychiatrische Sprechstunde.
Die Ambulanz ist eine von sechs medizinischen Einrichtungen für wohnungslose Menschen in Berlin. Unter anderem arbeiten dort ehrenamtlich 25 Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenschwestern. Sie engagieren sich auch beim Caritas-Arztmobil, dem Caritas-Zahnmobil und in der Caritas-Krankenwohnung.