Unter dem Motto „Fanfaren und Firlefanz“ feiert die Lutherstadt Wittenberg vom 12. bis 14. Juni zum 30. Mal „Luthers Hochzeit“. Ursprünglich im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Stadt ins Leben gerufen, hat sich die Hochzeit mittlerweile zu einem der größten historischen Stadtfeste Deutschlands entwickelt, wie ein Stadtsprecher am Donnerstag in Wittenberg sagte.
Zwischen Schlosswiese und Lutherhof unterhielten neben Markttreiben und alter Handwerkskunst vor allem die farbenfrohen Festumzüge und das Bühnenprogramm die Gäste. Zur Jubiläumsausgabe werde der Marktplatz erstmals ohne Eintritt frei zugänglich sein, sagte Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos).
Historische Stadt der Reformationszeit wird lebendig
Das dreitägige Stadtfest wird in Erinnerung an die historische Hochzeit Martin Luthers mit der ehemaligen Nonne Katharina von Bora am 13. Juni 1525 gefeiert. Als Lutherpaar 2026 repräsentieren die Wittenberger Emily Uhlich die „Lutherin“ und Martin Uhlich den Reformator. Ihr festlicher Einzug auf dem Markt eröffnet traditionell das Fest.
Landsknechte, Bauern, Handwerker, Ritter und der Fürstenhof: 30 historische Vereine und mehr als 150 Marktstände entführen die Besucher in die Reformationszeit. Während der große historische Festumzug am Samstag mit rund 2.000 Beteiligten durch die Altstadt führt, gibt es am Sonntag den Kinderfestumzug mit dem kleinen Lutherpaar. Das repräsentieren in diesem Jahr der neunjährige Linus und die zehnjährige Johanna.