Die Stadt Weimar und die Bauhaus‑Institutionen begehen 2026 das 30. Jubiläum der Aufnahme der Bauhaus-Stätten in die Unesco‑Welterbeliste mit einem umfangreichen Programm aus Ausstellungen, Vorträgen und Führungen. Es gehe darum, die Bedeutung des Bauhauses als kulturelles Erbe und seine Wirkung bis in die Gegenwart sichtbar zu machen, teilte die Bauhaus-Universität am Freitag mit.
Im Mittelpunkt stehen mehrere Ausstellungen. So zeige das Bauhaus‑Museum Weimar vom 19. März an die Ausstellung „Historie trifft Gegenwart“, die die Unesco-Stätten in Weimar, Dessau und Bernau im Spiegel unterschiedlicher Zeiten und Sichtweisen beleuchte. Parallel werde im Untergeschoss des Museums die Projektion „Haus Am Horn - Nutzungsgeschichte 1923‑1973‑2023“ zu sehen sein.
Festakt zum Welterbetag
Zum offiziellen Welterbetag am 7. Juni ist den Angaben zufolge ein Festakt in der Bauhaus-Universität geplant. Ganzjährig sollen zudem thematische Bauhaus-Spaziergänge die Besucherinnen und Besucher zu den historischen Orten führen. Das Angebot reiche von kurzen Rundgängen bis zu ausführlichen Touren.
Eine Hochschulsprecherin betonte, die Welterbe-Anerkennung von 1996 habe wesentlich zum Erhalt und zur internationalen Sichtbarkeit des Bauhauses beigetragen. Zahlreiche Mitwirkende hätten über Jahre hinweg an Bewahrung, Forschung und Vermittlung gearbeitet. Das Jubiläum solle nun Anlass sein, die wechselvolle Geschichte des Bauhauses zu reflektieren und seine Relevanz für Gegenwart und Zukunft neu auszuloten.